Skoliose
Die Skoliose ist eine dreidimensionale Verkrümmung der Wirbelsäule. In den meisten Fällen tritt sie im Kinder- oder Jugendalter auf, bei Mädchen häufiger als bei Jungen. Die typische, sog. idiopathische Skoliose hat keine äußere Ursache, kommt allerdings familiär gehäuft vor.
Im Wachstum verstärkt sich zumeist die Wirbelsäulenverkrümmung und fällt den Eltern durch eine Asymmetrie des Rückens, der Schultern oder der Brust ihres Kindes auf. Eine Skoliose verursacht in der Regel keine Schmerzen. Bei einem Verdacht sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen, denn nur während der Wachstumszeit kann die Skoliose sinnvoll behandelt werden. Bei kleinen Krümmungswinkeln reichen gelegentliche Kontrollen und eigene Übungen, der nächste Schritt sind spezielle physiotherapeutische Übungen, z. B. nach Lennert-Schroth. Erst bei höheren Krümmungswinkeln und nachgewiesener Verschlechterung kommt eine Korsettbehandlung, oder in ganz seltenen Fällen eine operative Behandlung, in Frage.
Im fortgeschritteren Lebensalter gibt es die degenerativen Wirbelsäulenverkrümmungen. Diese entstehen durch Verschleiß der Wirbelgelenke und haben nichts mit der idiopathischen Skoliose zu tun. Durch Reizungen an Wirbelgelenken oder den Nervenwurzeln können Schmerzen verursacht werden.
Dr. Helfenstein hat über viele Jahre die Skoliose-Sprechstunde an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel betreut und an Studien zur Entwicklung verbesserter Korsettformen mitgewirkt.


